Technologien für Menschen im Alter: Ein Blick in die Zukunft

Neue Technologien – Neues Alter(n)?

Im Rahmen der nationalen Technologie-Roadshow «Neue Technologien – Neues Alter(n)?» konnten Interessierte mehr über verschiedene Alterstechnologien erfahren. Dieses Jahr meldeten sich wieder Bachelorstudierende für Gruppenführungen an, diesmal aus dem Gesundheitsbereich  der ZHAW. Bei der Ausstellung wurden verschiedene alterstechnologische Lösungen vorgestellt, manche konnten sogar direkt vor Ort ausprobiert werden, was für die Besucher besonders spannend war. Diese Veranstaltungen fanden vom 16. bis 20. September 2024 in verschiedenen Städten statt und boten eine wertvolle Gelegenheit, sich über unterstützende Roboter, Sturzsensoren und Vitaldatenmessgeräte zu informieren – Technologien, die das Leben im Alter erheblich erleichtern können.

Regionale Reaktionen

Die Roadshow 2024 führte das IAF-Forschungsteam nach Winterthur, Locarno, Luzern, Neuenburg und Spiez, wo es auf grosses Interesse stoss. Neben Fachstellen und Pflegekräften hatten die Forscher erneut die Gelegenheit, sich mit älteren Personen und deren Angehörigen direkt über die Herausforderungen ihres Alltags und über technologische Innovationen auszutauschen. Die Reaktionen der Menschen variierten stark: Während in einigen Regionen eine grosse Offenheit gegenüber neuen Technologien zu spüren war, zeigten andere Skepsis. Diese unterschiedlichen Reaktionen zeigen, wie wichtig es ist, die Bedenken und Bedürfnisse der älteren Generation ernst zu nehmen und in den Austausch einzubeziehen.

Dialog zu Ängsten und Skepsis

Ein zentrales Anliegen der Roadshow war der Dialog mit der Bevölkerung. Die Veranstalter hoben hervor, dass es wichtig ist, die Emotionen und Einstellungen gegenüber neuen Technologien zu verstehen. Gerade in einer Zeit, in der die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen und der Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft steigt, ist der Austausch über diese Themen von großer Bedeutung.

Lokale Partner und wertvolle Erkenntnisse

Die lokalen Partner (Fachstellen) unterstützten das Event tatkräftig und trugen massgeblich zu den spannenden Diskussionen bei. Ein wichtiges Learning aus der Tour: Die Akzeptanz gegenüber Technologien für ältere Menschen ist regional sehr unterschiedlich. Diese Erkenntnis wird dem Forschungsteam helfen, ihr Arbeit weiter zu vertiefen und gezielter auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gemeinschaften einzugehen.

Ausblick

Mit Blick auf die Zukunft bleibt die Bedeutung von Technologien zur Verbesserung der Lebensqualität im Alter ein zentrales Thema. Die Roadshow hat eindrücklich gezeigt, dass wir in der Lage sind, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten, indem wir die Technologie nutzen, um das Leben älterer Menschen zu bereichern.

Hier finden Sie noch mehr Details dazu: AGE-INT Roadshow

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